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laboratorio 17

Künstlerinitiative im Stadtteil Jungbusch, Mannheim

 

Der Mannheimer Stadtteil Jungbusch, das ehemalige Hafen- und Handelsviertel, gilt heute als schwierige Gegend: überwiegend einkommensschwache Familien, Sozialhilfeempfänger und Menschen mit Migrationshintergrund leben hier, Industriebrachen und leer stehende Häuserzeilen kennzeichnen den am Verbindungskanal zwischen Rhein und Neckar gelegenen Ortsteil. Seit einigen Jahren gibt es allerdings zahlreiche Anstrengungen von kommunaler und privater Seite, um den Jungbusch zu einem attraktiven und lebendigen Wohnquartier aufzuwerten.

Während die Stadt Mannheim sich verstärkt in der städtebaulichen Entwicklung des Viertels engagiert, konzentriert sich die Künstlerinitiative laboratorio 17 auf die Förderung des kreativen Potenzials im Quartier.

Die 2003 gegründete Initiative laboratorio 17 versteht sich als interdisziplinäres Künstlernetzwerk. Unter den „laborateuren“ sind Filme- und Theatermacher, Musikerinnen, Grafiker, Malerinnen, Bildhauer und Fotografinnen, die im Jungbusch leben oder dort arbeiten. Gemeinsam wollen sie die eigene künstlerische Arbeit präsentieren, aber auch die kulturelle Vielfalt des Stadtteils entdecken, unterstützen und durch Aktivitäten öffentlich machen.

Sie veranstalten Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Jazzevents (Jazz im Busch) und Street Art-Aktionen. Während der „Nachtwandel“ – Kulturtage werden ungewöhnliche „Locations“ durch Gruppen und Vereine in Besitz genommen und bespielt.

Mit ihren Aktivitäten ist es der Künstlerinitiative in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement gelungen, die öffentliche Wahrnehmung zu beeinflussen und den sozialen Brennpunkt in einem neuen Licht erscheinen zu lassen: nicht mehr das Konfliktpotenzial des Stadtteils steht im Vordergrund, sondern seine schöpferische Kraft. laboratorio 17 stärkt die Menschen im Jungbusch und übernimmt damit in vorbildlicher Weise soziale Verantwortung.

 

www.laboratorio17.de

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