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MiKa Wohnungsgenossenschaft eG, Karlsruhe

Interkulturelles, generationenübergreifendes Wohnprojekt in der Karlsruher Nordstadt

 

Das Wohnen im Singlehaushalt, im Altenheim oder in der Kleinfamilie ist für viele Menschen keine erstrebenswerte Lebensform. Aber die Suche nach Alternativen und die Träume von mehr Gemeinsamkeit scheitern oft an zu hohen Mieten und adäquatem Wohnraum.

Der MiKa Wohnungsgenossenschaft ist es gelungen, für 150 Erwachsene und mehr als 80 Kinder ein Modell des Zusammenlebens erfolgreich umzusetzen – Menschen, die sich auf dem freien Wohnungsmarkt ihre Wünsche nicht hätten erfüllen können. Die MiKa baute vier Gebäude der ehemaligen Kasernenanlage „Smiley Barracks“ in der Karlsruher Nordstadt zu 86 sozial gebundenen Mietwohnungen um. Dazu gibt es ein Kultur- und Gemeinschaftshaus mit Büros, eine Gaststätte und Veranstaltungsräume. Die Gebäude liegen um einen (Innen)Hof, der von allen genutzt und damit zum Wohnhof wird.

Die Bewohner verbindet der Wunsch, mit Menschen aus vielen Kulturen und unterschiedlichen Alters zusammen zu leben. Auch behinderte Menschen sind willkommen. Alle profitieren von den Möglichkeiten, die dieses Modell bietet: gegenseitiges Babysitten, Car-Sharing, gemeinsame Schulwege, Aufgaben und Unterhaltung auch für die Älteren. Das Leben findet nicht nur zurückgezogen in den einzelnen Wohnungen statt, sondern ist offen und abwechslungsreich.

Die Organisationsstrukturen der MiKa sind folgerichtig basisdemokratisch und transparent. Für alle Beschlüsse gilt das Konsensprinzip, für alle Gremien eine Frauenquote von 50%. Auch die Finanzierung des Projekts und der Umbau der Kasernen war ein gemeinsames Stück Arbeit. Damit sich auch finanziell schwache Mitglieder beteiligen konnten, wurden Leihgemeinschaften gebildet, denen man günstige Gruppendarlehen gewährte. Durch viel Selbsthilfearbeit beim Umbau und einen extrem sparsamen Umgang mit Ressourcen wurde das Projekt wirtschaftlich tragfähig.

Die MiKa hat mit diesem Projekt dem traditionellen Wohnen tatsächlich etwas entgegengesetzt. Es ist ein Modell für Toleranz und soziales Miteinander und zudem ein Vorbild für ökologisches Denken und Handeln.

 

www.mika-eg.de