Ausstellungseröffnung

Bauten von Max Taut - Fotografiert von Stefan Müller

Zum 50. Todestag von Max Taut, der wie sein Bruder Bruno Taut zu den frühen Werkbundmitgliedern gehörte, eröffnet der Deutsche Werkbund Berlin eine Ausstellung zu zwölf ausgewählten Bauten des Architekten. Stefan Müller hat sie neu fotografiert und zwölf Autoren erzählen eine Geschichte zu den Häusern.

Max Taut gehört zu den herausragenden Vertretern der Neuen Sachlichkeit. Seine zukunftsweisenden architektonischen Leistungen bestanden in der frühen Anwendung des Eisenbeton- und Stahlrahmenbaus, der die Konstruktion und den Zweck sachlich und ehrlich zeigte. Mit seinen Gewerkschaftshäusern gelang es Max Taut zugleich, der sozialen Bewegung eine architektonische Identität zu verleihen, und mit seinen Schulbauten gab er der Idee der Reformpädagogik eine bauliche Gestalt. 1933 wurde Max Taut aus politischen Gründen von der Beteiligung an allen öffentlichen Bauvorhaben ausgeschlossen. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Wohnungs- und Siedlungsbau seine zentrale Bauaufgabe. Sechs Jahrzehnte Architekturgeschichte vom Expressionismus bis zur Neuen Sachlichkeit kennzeichnen das Werk von Max Taut.

Stefan Müller gehört zu den renommierten deutschen Architekturfotografen. Seine sorgfältig geometrisch austarierten Bilder entfalten eine ungemein suggestive Kraft. Er hat das Gespür für Motiv, den richtigen Augenblick, den kongenialen Blick. Seine Kompositionen strahlen Perfektion, Harmonie und Ästhetik aus.

Verfasser
Deutscher Werkbund Berlin e.V.

Rubrik
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