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Der Deutsche Werkbund Hessen

Der 1946 wiedergegründete Deutsche Werkbund Hessen folgt der allgemeinen Zielsetzung des Gesamtverbandes, einen aktiven und beispielgebenden Einsatz für Gestaltungsqualität und damit eine Verbesserung unserer Umwelt zu leisten. Darüber hinaus greift er relevante Themen aus Soziologie, Philosophie und anderen Wissenschaften auf, die mit unterschiedlichen Sichtweisen konfrontieren. Seine Arbeit konzentriert sich heute vor allem auf vier Bereiche:

_ Problemfeld: Erhaltung der Lebensgrundlagen, Schonung der Ressourcen

_ Problemfeld: Raum- und Stadtplanung

_ Problemfeld: Gestaltung von Produkten und Kommunikationsmitteln

_ Problemfeld: Erziehung und Bildung unter dem Aspekt der Gestaltung.

 

Aufgaben und Ziele werden von den Mitgliedern kontinuierlich weiter entwickelt. Die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen und künftigen Entwicklungen kultureller und gesellschaftlicher Art bleibt das zentrale Anliegen und spiegelt sich in einer Vielfalt der Aktivitäten.

 

_ Ein PDF der Selbstdarstellung können Sie sich hier herunterladen DWB_Hessen.pdf.

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Die Mitglieder

Qualität für Umweltbezüge und deren Elemente einzufordern bleibt als gestalterische Forderung wirkungslos, wenn nicht die entscheidenden Partner aus Wirtschaft, Handel, Wissenschaft, Politik und medialer Vermittlung einbezogen sind. Diese Einsicht führte bereits 1907 zwölf Angehörige aus gestaltenden Disziplinen und eine gleiche Zahl von Unternehmern zur Gründung des Deutschen Werkbunds zusammen.

 

Die Mitglieder des Deutschen Werkbundes Hessen e. V. werden berufen. Sie kommen aus den Bereichen Architektur und Design, Stadt- und Regionalplanung, aus Kunst, Forschung, Lehre, Geisteswissenschaft, Politik, Wirtschaft, Journalismus und – der Tradition entsprechend – aus Industrie, Handwerk und Handel. In dieser unterschiedlichen beruflichen Herkunft der Werkbund-Mitglieder, ihrem kritischen Pluralismus, begründet sich seine Kompetenz.

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Die Veranstaltungs- und Publikationsformen

_ Ausstellungen

_ Vorträge

_ Werkbundgespräche, Werkstattgespräche, Werkgespräche

_ Interdisziplinäre Foren für zeitgenössische Kunst

_ Podiumsdiskussionen, nationale und internationale Symposien

_ Herausgabe von Büchern, Dokumentationen und Katalogen

_ Herausgabe der Werkbund Hessen Zeitung

_ Exkursionen

_ Beiträge zum Deutschen Werkbundtag (wechselnde Veranstaltungsorte in der Bundesrepublik Deutschland)

_ Beteiligung an der Werkbundakademie Darmstadt e. V.

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Die Struktur und Organisation

Der Deutsche Werkbund Hessen e.V. ist eine gemeinnützige Institution mit Sitz in Frankfurt/Main. Seine in einer kürzlich restaurierten Ernst-May-Siedlung gelegene Geschäftstelle – das WerkbundForum am Ernst-May-Platz - in der Inheidener Straße, ein ehemaliges Ladenlokal, bietet Raum für Veranstaltungen und Präsentationen der verschiedensten Art. Ein auf drei Jahre gewählter Vorstand leistet in Abstimmung mit der jährlichen Mitgliederversammlung die Programmarbeit. Darüber hinaus können sich regionale Arbeitsgruppen bilden.

 

„Zweck des Vereins ist die Förderung von Bildung, Erziehung und Kultur durch Verbesserung der Qualität der menschlichen Umwelt, insbesondere in den Bereichen Planung und Gestaltung. Der Verein will diese Ziele im Zusammenwirken von Wissenschaft, Kunst, Technik, Industrie, Handwerk und Handel erreichen. ... Der Verein verfolgt ... gemeinnützige Zwecke.“

Auszug aus der Satzung des Deutschen Werkbunds Hessen e.V. Daten und Fakten zum Deutschen Werkbund und zum Deutschen Werkbund Hessen

Satzung des DWB Hessen zum Downloaden

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Wichtige Stationen des Werkbundes Hessen nach 1945

_ 1945/1946

Gründung verschiedener föderal organisierter Landesverbände, u. a. Gründung des Deutschen Werkbundes Hessen e. V.

 

_ 1949 – 1960

Aufbau des Deutschen Werkbundes Hessen e. V. unter seinem Vorsitzenden Hans Leistikow, Maler und Lehrer am Städel, u. a. Entwerfer der Glasfenster des Frankfurter Doms.

Veranstaltungen und Ausstellungen zu aktuellen Problemen, z. B. 1949 „Neues Wohnen“

 

_ 1950

Zusammenschluss der Landesbünde zum Deutschen Werkbund e. V. als Dachverband auf Bundesebene

 

_ 1953

Gründung des „Rat für Formgebung“ auf Initiative des Deutschen Werkbundes

 

_ 1959

Leitthema „Die große Landzerstörung – Zersiedelung und Zerstörung der Umwelt“

 

_ Ab ca. 1960

Aufgreifen von Problemen aus dem Bereich der guten Gebrauchsform, z. B. Ausstellungen in Frankfurt und Darmstadt, u. a. „Die Gute Form“

 

_ Ab ca. 1970

Veranstaltungen des Deutschen Werkbundes Hessen e.V. zur Umweltproblematik, z. B. 1972 „Grenzfall Rhein“, 1975 „Der Main – Gefährdung und Chancen einer europäischen Landschaft“ (gemeinsam mit dem Deutschen Werkbund Bayern)

 

_ Ab ca. 1980

Verstärktes Engagement des Deutschen Werkbundes Hessen e. V. für die Themen Bildung, Ausbildung und Gesellschaftspolitik, z.B. 1979 „Weiter Wohnen wie gewohnt?“, 1987 „Die Raumstadt von ihren Anfängen bis heute“, Architekt Walter Schwagenscheidt, DWB Hessen

 

_ 1987

Umzug des Deutschen Werkbundes Hessen e. V. von Darmstadt nach Frankfurt am Main in die Weißadlergasse

 

_ Ab ca. 1990

Deutliches Herausstellen des Themas „Der Mensch als Maß der Dinge“, z. B. 1992 „Sind Städte planbar?“, 1994 „Wandel und Bedeutung des öffentlichen Raumes in Frankfurt am Main“

 

_ 1995

„Welche Dinge braucht der Mensch“ Ausstellung und Buch. „Von a nach b. Neue Beweglichkeit für Stadt und Region“, gemeinsam mit der Hochschule für Gestaltung Offenbach, Projektwerkstatt und Ausstellung

 

_ Ab ca. 1996

„Der Stadtplaner Le Corbusier – Ein Streitfall“, Internationales Symposium gemeinsam mit dem Deutschen Architektur Museum in Frankfurt am Main, 1997 Werkbund-Gespräch „Über das Verhältnis von Stadtgeschichte und Stadtentwicklung“

 

_ 1999

werden die Werkgespräche – Interdisziplinäres Forum für zeitgenössische Kunst beim DWB Hessen ins Leben gerufen. Künstler aller Bereiche finden hier eine Plattform der Auseinandersetzung und Kooperation.

 

_ 2001

Werkbundtag in Frankfurt am Main unter dem Titel „Geld bewegt, Geist beflügelt – die urbane Zukunft“

 

_ 2003

Nach mehrfachem Wechsel findet sich die als Werkbundgalerie genutzte Geschäftsstelle des Deutschen Werkbunds Hessen, das WerkbundForum am Ernst-May-Platz, fortan in der Inheidener Straße 2 in der Siedlung Bornheimer Hang des Neuen Frankfurt.

Das vormalige Ladenlokal bietet die Chance, öffentlichkeitswirksam ein dichtes Programm an Vorträgen, Salongesprächen, Ausstellungen und anderen Veranstaltungen durchzuführen. Darüber hinaus werden regelmäßig Exkursionen und Führungen, nicht nur in Frankfurt, sondern auch hessen- und bundesweit organisiert.

 

_ Ab 2004

In Stellungnahmen, Veröffentlichungen und Diskussionen engagiert sich der Werkbund Hessen gegen eine Frankfurter Planungspolitik, die mehr und mehr das denkmalgeschützte Erbe der 1920-iger und 1950-iger Jahre zur Disposition stellt,

so 2004 Sonderausgabe der Werkbund Hessen Zeitung (1 / 2004) zu Ferdinand Kramer, 2005 Stellungnahme gegen Pläne, die denkmalgeschützte Kleinmarkthalle aus den 1950-iger Jahren einer renditenträchtigeren Neubebauung zu opfern, 2006 öffentliches Engagement gegen die mit dem Neubau der Europäischen Zentralbank verbundenen massiven Eingriffe in die Frankfurter Großmarkthalle von Martin Elsässer

 

_ 2006

Beginn einer umfassenden Auseinandersetzung mit der von der Stadt Frankfurt geplanten sogenannten „Rekonstruktion“ der Bebauung zwischen Römerberg und Dom. Mehrere Veranstaltungen führen zu der Denkschrift „Standpunkte – Zur Bebauung des Frankfurter Römerbergs“ (2007), in der über 25 Mitglieder ihre kritische Haltung zu den Plänen der Stadt und mögliche Alternativen dokumentieren.

 

_ 2007

Das 100-jährige Werkbund-Jubiläum findet seinen Ausdruck in zwei großen Symposien zur zeitgenössischen „Stadtregion“ im Deutschen Architekturmuseum (dokumentiert in der Buchveröffentlichung „Orte öffentlichen Lebens in der Stadtregion“) und zur Relevanz von Gestaltung und Design in einer globalisierten Welt im Museum für Angewandte Kunst.

Eine Sondernummer der  Werkbund Hessen Zeitung (1 / 2007) widmet sich aktuellen Projekten, Konzepten und Tätigkeitsschwerpunkten der Werkbund-Mitglieder.

 

_ 2009

Internationales Symposium Neues Wohnen 1929/2009 zum 80-jährigen Jubiläum des CIAM II-Kongresses „Die Wohnung für das Existenzminimum“ 1929 in Frankfurt am Main, in Zusammenarbeit mit der ernst-may-gesellschaft und dem Kunsthistorischen Institut der Goethe-Universität. Die gleichnamige Buchpublikation erscheint 2010.

 

_ 2011

Beteiligung am Architektursommer Rhein-Main 2011 mit einem umfassenden Programm an Veranstaltungen im WerkbundForum, Projekten mit externen Partnern und im öffentlichen Raum, darunter insbesondere die Durchführung des Werkbundtags 2011, der unter dem Titel »leben // gestalten« in einem international und interdisziplinär besetzten Kongress zentrale Gesellschaftsfragen des 21. Jahrhunderts erörtert.

> Werkbundtag »leben // gestalten«