Chronik des Deutschen Werkbundes 1907 bis 1932

  • Oktober 1907
  • Gründung des Deutschen Werkbundes
    Am 5. Oktober: Gründung des Deutschen Werkbundes in München durch zwölf Künstler - Peter Behrens, Theodor Fischer, Josef Hoffmann, Wilhelm Kreis, Max Läuger, Adelbert Niemeyer, Josef Olbrich, Bruno Paul, Richard Riemerschmid, J.J. Scharvogel, Paul Schultze-Naumburg, Fritz Schumacher - und zwölf Firmen - u.a. Peter Bruckmann, Besteckfabrik; Deutsche Werkstätten für Handwerkskunst, Dresden (später Deutsche Werkstätten Hellerau), Eugen Diederichs, Gebr. Klingspor, Schriftgießerei, Poeschel & Trepte, Wiener Werkstätten – Ziel der Vereinigung ist die "Veredelung der gewerblichen Arbeit", eine Steigerung der Qualität vor allem des deutschen Kunstgewerbes wird angestrebt, um die Wettbewerbsbedingungen "deutscher Qualitätsarbeit" auf dem Weltmarkt zu verbessern. Zugleich steht der Werkbund inmitten der Reformbewegungen zu Anfang des 20. Jahrhunderts. In den Jahren bis zum ersten Weltkrieg entwickelt Peter Behrens unter anderem das Erscheinungsbild der AEG, eine Vorwegnahme heutiger Corporate Design Konzepte, Walter Gropius baut die Fagus-Werke in Alfeld. Von Richard Riemerschmid und Bruno Paul gehen wichtige Impulse zum industriell gefertigten Aufbaumöbel aus, die Industriearchitektur wird vor allem durch Hans Poelzig (Wasserturm in Posen) reformiert.
  • Gründung des Deutschen Werkbundes
    Am 5. Oktober: Gründung des Deutschen Werkbundes in München durch zwölf Künstler - Peter Behrens, Theodor Fischer, Josef Hoffmann, Wilhelm Kreis, Max Läuger, Adelbert Niemeyer, Josef Olbrich, Bruno Paul, Richard Riemerschmid, J.J. Scharvogel, Paul Schultze-Naumburg, Fritz Schumacher - und zwölf Firmen - u.a. Peter Bruckmann, Besteckfabrik; Deutsche Werkstätten für Handwerkskunst, Dresden (später Deutsche Werkstätten Hellerau), Eugen Diederichs, Gebr. Klingspor, Schriftgießerei, Poeschel & Trepte, Wiener Werkstätten – Ziel der Vereinigung ist die "Veredelung der gewerblichen Arbeit", eine Steigerung der Qualität vor allem des deutschen Kunstgewerbes wird angestrebt, um die Wettbewerbsbedingungen "deutscher Qualitätsarbeit" auf dem Weltmarkt zu verbessern. Zugleich steht der Werkbund inmitten der Reformbewegungen zu Anfang des 20. Jahrhunderts. In den Jahren bis zum ersten Weltkrieg entwickelt Peter Behrens unter anderem das Erscheinungsbild der AEG, eine Vorwegnahme heutiger Corporate Design Konzepte, Walter Gropius baut die Fagus-Werke in Alfeld. Von Richard Riemerschmid und Bruno Paul gehen wichtige Impulse zum industriell gefertigten Aufbaumöbel aus, die Industriearchitektur wird vor allem durch Hans Poelzig (Wasserturm in Posen) reformiert.
  • Januar 1908
  • Werkbundsiedlung Neubühl bei Zürich
    Die Werkbundsiedlung des Schweizerischen Werkbundes wird als Genossenschaft errichet, die bis heute existiert. Hier ist weiterer Blindtext.
  • Juli 1908
  • „Die Veredelung der gewerblichen Arbeit im Zusammenhang von Kunst, Industrie und Handwerk”
    1. Jahresversammlung vom 11.-12. Juli in München.
  • Januar 1909
  • Jahreshauptversammlung in Frankfurt am Main
    Thema „Kunst und Industrie“.
  • Januar 1910
  • Beteiligung an der Weltausstellung in Brüssel
    Thema „Deutschlands Raumkunst und Kunstgewerbe“
  • Mai 1910
  • Beteiligung an der Weltausstellung in Brüssel mit dem Thema „Deutschlands Raumkunst und Gebrauchsgüter“
  • Gründung der Höheren Fachschule für Dekorationskunst in Berlin
    In Zusammenarbeit mit anderen Verbänden.
  • „Moderne Baukunst“
    Karl Ernst Osthaus konzeptioniert die Wanderausstellung „Moderne Baukunst“ des Deutschen Museums für Kunst in Handel und Gewerbe in Hagen.
  • Januar 1911
  • Ausstellungskonzeption „Industriebauten“ von Gropius
    Übernahme und Weiterentwickung einer Ausstellungskonzeption „Industriebauten“ durch Walter Gropius als Wanderausstellung.
  • Januar 1912
  • Beginn der Reihe der Werkbundjahrbücher
    Das erste Buch dieser Reihe trägt den Titel "Die Durchgeistigung der deutschen Arbeit". Diese Publikationsreihe erscheint bis 1920. Im selben Jahr wird die Ausstellung "Gediegenes Gerät fürs Haus" in Dresden-Hellerau gezeigt.
  • Mai 1913
  • Weitere Werkbünde werden in Europa gegründet
    30. April: Gründungsversammlung des Österreichischen Werkbunds. Am 17. Mai: Gründungsversammlung des Schweizerischen Werkbunds – SWB. Am 23. Juli: Gründung des Ungarischen Werkbunds.
  • Januar 1914
  • Werkbundausstellung in Köln
    Werkbundausstellung in Köln, u.a. mit Theaterbau von Henry van de Velde, Musterfabrik von Walter Gropius und Glashaus von Bruno Taut. Während dieser Ausstellung kommt es zu einer Grundsatzdiskussion zwischen Henry van de Velde und Hermann Muthesius über Normung. Henry van de Velde vertritt die Position der individuellen Formgebung, während Muthesius die weitreichende Typisierung zur Qualitätshebung befürwortet. Gemeinsam war beiden Richtungen der hohe Anspruch an die gestalterische und funktionale Qualität der geschaffenen Gegenstände und Gebäude.
  • Januar 1915
  • Der Deutsche Werkbund gibt das „Deutsche Warenbuch“ heraus
  • Januar 1917
  • 1917/18 Werkbund-Ausstellungen im Ausland
    In Basel, Winterthur, Bern und Kopenhagen.
  • März 1918
  • Hessen unbekannt
    testtext zu hessen unbekannt
  • Januar 1919
  • Gründung des „Bauhaus“ in Weimar
    Unter der Leitung von Walter Gropius wurde es als Kunstschule gegründet. In seiner Zusammenführung von Kunst und Handwerk stellte es als Schule eine einflussreiche Bildungsstätte im Bereich von Architektur, Kunst und Design dar und bestand bis 1933.
  • Gründung des Tschechischen Werkbunds
  • Mai 1919
  • Robert Bosch wird zum ersten Ehrenmitglied ernannt
  • Januar 1922
  • „Die Freude an der Arbeit“
    Thema der 11. Jahreshauptversammlung des Deutschen Werkbunds Augsburg.
  • „Die Form. Zeitschrift für gestaltende Arbeit“
    Erste und 1925 zweite Gründung der Werkbund-Zeitschrift „Die Form. Zeitschrift für gestaltende Arbeit“, die ausführlich das „Neue Bauen“, die „neue typografie“ und Experimente in Gestaltung und Fotografie vorstellt.
  • Mai 1922
  • Internationale Ausstellungen
    Ausstellung kunsthandwerklicher Arbeiten in Newark, USA. Beteiligung an zahlreichen Gewerbeschauen in Deutschland. Planung einer Gewerbeschau in Rio de Janeiro.
  • Januar 1924
  • Ausstellung „Die Form ohne Ornament“
    Mit dem gleichen Titel erscheint der erste Band der Reihe „Bücher der Form“. Später folgen weitere Bände, u.a. mit den Titeln „Wandlungen der Form im XX. Jahrhundert“ (1926), „Licht und Beleuchtung“ (1928). Jahrestagung in Karlsruhe zum Thema „Industriearbeit“.
  • Januar 1925
  • Gründung der Sammlung der Pinakothek der Moderne
    Gründung der Sammlung der „Pinakothek der Moderne“ als Schausammlung beispielhaft gestalteter Gegenstände für den Deutschen Werkbund (hier des Münchner Bundes). Der erste Leiter, der Wirtschaftswissenschaftler Freiherr von Pechmann, gehörte zugleich zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Werkbundes.
  • Januar 1927
  • Internationale Werkbundausstellung
    Bau und Eröffnung der epochalen „Weißenhofsiedlung“ in Stuttgart, als Mustersiedlung des Deutschen Werkbunds für das neue Bauen und Eröffnung der ebenso berühmt gewordenen Ausstellung „Die Wohnung“. Die Ausstellung wurde als Wanderausstellung in vielen deutschen Städten gezeigt.
  • Januar 1928
  • Werkbundsiedlung "Das neue Haus" Tschechischen Werkbundes
    In Brünn.
  • Januar 1929
  • Zweite Werkbundausstellung in Köln
  • Februar 1929
  • „Wohnung und Werkraum“
    Ausstellung und Werkbundmustersiedlung "An der grünen Eiche" in Breslau mit Gebäuden von Hans Scharoun u.a.
  • März 1929
  • „Film und Foto“-Ausstellung in Stuttgart
    Mit dieser wohl wichtigsten Schau der avantgardistischen Fotografie der zwanziger Jahre, die einen internationalen Querschnitt von der UdSSR (El Lissitzky, Alexander Rodtschenko) bis zu den USA (Edward Weston) vorstellt, gelangen die visuellen Medien stärker ins Blickfeld des Werkbundes.
  • April 1929
  • Weltausstellung und Barcelona-Pavillon
    Unter der künstlerischen Leitung von Lilly Reich beteiligt sich der Deutsche Werkbund an der Weltausstellung in Barcelona. Werkbundmitglied Ludwig Mies van der Rohe entwirft den Deutschen Pavillon.
  • Januar 1930
  • „L Exposition d´art decoratif“ in Paris.
    Im Auftrag der deutschen Regierung gestaltet der Deutsche Werkbund den deutschen Beitrag auf der „L Exposition d´art decoratif“ in Paris.
  • Februar 1930
  • Internationale Gebrauchsgüterausstellungen
    Eine Gebrauchsgüterausstellung wird in Rio de Janeiro, São Paulo, Porto Allegre und Curityba gezeigt. Im Oktober folgen Gebrauchsgüterausstellungen in Bosten, New York, Chicago und Cleveland.
  • Januar 1932
  • Internationale Werkbundausstellung in Wien
    Zugleich wird die Werkbundsiedlung in Wien-Lainz eröffnet.
  • Februar 1932
  • Eröffnung der Werkbundsiedlung -"Baba" in Prag
  • März 1932
  • Absage der geplanten Ausstellung „Die neue Zeit“
    Das lang geplante, große Projekt wurde wegen der politischen Veränderungen kurzfristig abgesagt.
  • Januar 1975
  • Labyrinth Stadt. Planung und Chaos im Städtebau
    Ein Handbuch für Bewohner.