Montagsrunden

zum Thema "Künstliche Intelligenz"

Im Sommer 2017 fand in Nürnberg der Deutsche Werkbundtag zur Zukunft von Arbeit und Bildung statt.
Der Deutsche Werkbund Bayern hat seitdem in einem Arbeitskreis das Thema weiterdiskutiert: was bedeutet die Digitalisierung unserer Lebenswelt für die kreativen Berufe? Werden Algorithmen unsere Entscheidungen lenken, unser Denken kontrollieren und unsere Kreativität in Besitz nehmen?

In vier gut besuchten Montagsrunden haben uns Experten aus der Welt der Daten und Algorithmen dargelegt, wie Künstliche Intelligenz (KI) funktioniert, was sie kann und wo ihre Grenzen liegen. In weiteren Montagsrunden möchten wir Werkbundmitglieder, die in ihrem gestalterisch-kreativen Schaffen bereits mit Algorithmen arbeiten, einladen, ihre Erfahrungen und ihr neues Wissen im Dialog mit uns vorzustellen.

Darüber hinaus hat einer unserer letzten Vortragenden, Mark Goerke mit seiner Fa. Iteratec, dem Werkbund einen Platz in seinem Studenten-Think-Tank angeboten. Dort sitzen aktuell ca. 20 international verknüpfte Studenten zusammen, um IT- und KI-Anwendungen frei bis zur Serienreife zu entwickeln. Werkbund-Mitglieder, die sich hier gerne einklinken würden, sind herzlich eingeladen. Mark Goerke dachte in einer ersten Idee an eine künstlerische KI-Anwendung.

Bei Interesse melden Sie sich bei unserer Geschäftsstellenleiterin
Angelika Schmitz angelika.schmitz@deutscher-werkbund.de
oder bei den Initiatoren
Irene Burkhardt burkhardt@burkhardt-engelmayer.de
Ingrid Krau post@ingrid-krau.de
Christian Schubert info@christianschubertharchitekt.de

Wir freuen uns auf unsere zahlreiche Rückmeldungen.

 

Montag, den 21. Oktober 2019 um 19.00 Uhr mit Prof. Dr. Sebastian Pfotenhauer zum Thema „Innovationsstrategien und Innovationskulturen“ in der Orangerie im Café Reitschule, Königinstr. 34, 80802 München

Sebastian Pfotenhauer ist Assistant Professor für Innovationsforschung und Leiter der Forschungsgruppe Innovation, Society, Public Policy am Munich Center for Technology in Society (MCTS) und der TUM School of Management an der Technischen Universität München.
Seine Forschungsinteressen beinhalten u.a. regionale Innovationsstrategien und Innovationskulturen, die globale Zirkulation von “best practice” Innovationsmodellen, Co-creation und verantwortungsvolle Innovationspraktiken sowie Wissenschaft und Innovation in internationalen Kontexten. Er hat einen Master in Technology Policy vom MIT und einen Doktor in Physik von der Universität Jena, und war Post-Doc am MIT und in Harvard.

Prof. Dr. Pfotenhauer begann seinen Vortrag mit dem Innovationsdruck in unseren technisierten Gesellschaften und sich wandelnden Innovationsprozessen und ging danach auf die Rolle von Innovationsakteuren und der Zivilgesellschaft ein, aus dem Interesse, die Innovation (z.B. in Robotik, autonomen Fahrzeugen, KI) in wünschenswerte Richtungen zu lenken. Er sprach außerdem über sogenannte “Ko-Kreationsprozesse”, wie deren Nutzung in unterschiedlichen regionalen Kontexten ankommt — und was all dies für die Zukunft der Innovation in Europa bedeutet.

Montag, den 20. Mai 2019 um 19.00 Uhr mit Mark Goerke und Dr. Norbert Huchler in der Orangerie im Café Reitschule, Königinstr. 34, 80802 München

In unserer dritten Montagsrunde rund um das Thema Künstliche Intelligenz ging es um die neu zu gestaltende Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Im Mittelpunkt des Abends standen die Fragen: Welche Möglichkeiten bieten IT- und KI-Systeme der Wirtschaft, aber auch jedem Einzelnen? Wie verändern sich die Handlungsräume, aber auch die Verantwortung der Nutzer und der Gesellschaft? Nimmt uns die Maschine zukünftig das Denken ab?
Dr. Norbert Huchler ist Arbeitssoziologe und Vorstandsmitglied des Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung e.V. (ISF München). Er forscht zum Zusammenspiel von Mensch, Technik, Organisation und Gesellschaft sowie zur zukunftsfähigen Gestaltung von Arbeit im Wandel. Der Mathematiker Mark Goerke hat mit der von ihm gegründeten und weltweit operierenden Softwarefirma Iteratec bereits viele Projekte / Produkte entwickelt, die unter dem erweiterten Begriff der KI zu subsummieren sind.

Montag, den 15. April 2019 um 19.00 Uhr mit Dr. Boris Baginski in der Orangerie im Café Reitschule, Königinstr. 34, 80802 München

Dr. Boris Baginski, Director Technology, arbeitet bei der ATOSS Software AG.
Promoviert in Robotik und seit 20 Jahren in der Business-Software Entwicklung tätig, verfolgt Boris Baginski die Entwicklung der KI aus einem technischen Blickwinkel: wie funktionieren Neuronale Netze? Was passiert mit unseren Maschinen, ohne daß wir es bemerken, und ohne daß wir es glauben wollen? Sein Vortrag trug dazu bei, die Diskussion zu versachlichen – und damit aufzeigen, daß diese Evolution vielleicht eine noch stärkere Revolution ist, als wir es bisher ahnen.­

Montag, den  18. März 2019 um 19.00 Uhr mit Prof.Kilian Stauss und Dr. jur. Dipl.-Ing. Christoph Laub in der Orangerie im Café Reitschule, Königinstr. 34, 80802 München

Im Sommer 2017 fand in Nürnberg der Deutsche Werkbundtag zur Zukunft von Arbeit und Bildung statt. Der Werkbund Bayern hat seitdem in einem Arbeitskreis das Thema weiterdiskutiert: was bedeutet die Digitalisierung unserer Lebenswelt für die kreativen Berufe? Werden Algorithmen unsere Entscheidungen lenken, unser Denken kontrollieren, es in Besitz nehmen und die über uns gewonnenen Daten zu Geld machen? Wie weit bleiben sie für uns Hilfsmittel, die wir autonom nach unseren Vorstellungen nutzen? Werden sie das kreative Arbeiten fördern und bereichern?
Den Beginn machten Prof. Kilian Stauss, Grafikdesigner, und Dr. Christoph Laub. Nach zwei spannenden Vorträgen setzten sich die Gäste dieser Montagsrunde in intensiven Diskussionen mit den offensichtlichen Fragen zum Thema Digitalisierung auseinander.

 

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Verfasser
Deutscher Werkbund Bayern e.V.

Rubrik
Berichte