Rückblick: Montagsrunde „Ora et Labora – Ein Architekturdokument“ – mit Johannes Zettel
Die Montagsrunde vom 20.10.25 stand wie schon diejenige vor einer Woche unter eher historischen Vorzeichen. Wie meist bei interessanten Familienbanden führte die Arbeit der Vorväter (und immer öfter auch -mütter!) zu einer individuellen Interpretation deren Werke und einem ganz eigenen Berufsweg. Beim Werkbund-Mitglied Johannes Zettel war dies der Neubau der Kirche St. Benedikt in Regensburg, Oberisling, der vom Regensburger Architekturbüro Wenz + Zettel in den 1980er Jahren ausgeführt wurde und Johannes Zettel zu einem sehr persönlichen, dennoch aber dokumentarischen Film bewegte. „Ora et Labora – Ein Architekturdokument“ beschreibt ausführlich die Entwurfsideen, die Symbole und Zeichen des Neubaus aus der Feder Johannes´ Vaters und Onkels sowie die Interaktion der Architekten mit den am Bau beteiligten Klerikern, Bürgern und Künstlern.
Johannes Zettel hat es sich nach dem Tod seines Vaters 2012 zur Aufgabe gemacht, das geistige Erbe der beiden Architekten zu bewahren. Als Architekt ausgebildet und mit einem Aufbaustudium der Architekturkommunikation in der Tasche arbeitet Johannes mit NAOS Architekturmarketing am Erhalt von Baukultur. „Ora et labora“ ist ein Beispiel, wie dies gelingen und in die Gesellschaft hineinwirken kann. Bei der Vorführung im Café Reitschule waren auch Familienmitglieder der Wenz´ und Zettels zugegen, sodass das anschließende Gespräch im wahrsten Sinne des Wortes familiär und fast intim wurde. So führte also nicht nur der Film, sondern vor allem die sich anschließenden Bemerkungen, Erläuterungen und Geschichtchen zu einer wirklich einzigartigen Montagsrunde!
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