Rückblick: Werkbund Bayern Neujahrsempfang 2026
Am 16. Januar 2026 eröffnete der Deutsche Werkbund Bayern gemeinsam mit Mitgliedern, Freund:innen und Partner:innen das neue Jahr mit einem feierlichen Neujahrsempfang in der Seidlvilla. In entspannter Atmosphäre kamen zahlreiche Gäste zusammen, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken, aktuelle Themen zu diskutieren und einen Ausblick auf die kommenden Vorhaben zu wagen.
Nina von der Recke, 1. Vorsitzende des Werkbund Bayern, begrüßte die Anwesenden herzlich und ließ das ereignisreiche Jahr 2025 Revue passieren. Sie erinnerte an wichtige personelle und inhaltliche Weichenstellungen, darunter die Neubesetzung des Vorstands und den Start des Kuratoriums, das mit frischem Schwung die Profilbildung und Reichweite des Werkbunds weiter vorantreibt. Eine erfolgreiche Kooperation mit der Villa Stuck zum Thema „Interim“, die Beiträge des Werkbunds zur Munich Creative Business Week, die deutschlandweiten Ausstellungen des „Atlas des Gemeinsamen“ sowie Montagsrunden und Exkursionen sorgten für interdisziplinären Austausch zwischen Gestaltung, Handwerk und Architektur. Auch der deutsche Beitrag zur Architekturbiennale in Venedig, an dem zahlreiche Werkbund-und Kuratorium-Mitglieder beteiligt waren, unterstrich die große fachliche Bandbreite, hohe Qualität und Sichtbarkeit des Werkbund Bayern.
Nina von der Recke sprach auch aktuelle Herausforderungen wie die anstehende Veränderung der räumlichen Situation in der Seidlvilla an. Sie dankte allen Kooperationspartner:innen, Förderern und Engagierten, die die Arbeit des Werkbunds im vergangenen Jahr ermöglicht haben. Mit ihren Neujahrswünschen verband sie die Hoffnung, dass der Werkbund auch im Jahr 2026 weiterhin lebendig, engagiert und gesellschaftlich wirksam sein werde.
Anschließend übergab sie das Wort an ihre Vorstandskollegin Nina Kirste. Diese stellte zentrale Erkenntnisse aus dem zweitägigen Symposium „REPAIR“ vor, das der Werkbund Bayern im November in der Pinakothek der Moderne veranstaltet hatte. Sie machte deutlich, dass das Thema REPAIR weit mehr als eine einzelne Veranstaltung ist: Es versteht sich als langfristiger Prozess und als programmatischer Schwerpunkt des Werkbund Bayern für das Jahr 2026.
Ausgehend vom historischen Selbstverständnis des Deutschen Werkbunds an der Schnittstelle von Industrie und Handwerk wurde die Reparatur als kulturelle, ökologische und ökonomische Aufgabe neu verortet – von Alltagsgegenständen bis hin zu Architektur und Stadt. Das Symposium mit 29 Referent:innen aus Wissenschaft, Lehre, Gestaltung, Handwerk und Politik mit einer großen Resonanz von rund 550 Besucher:innen markierte den Auftakt für eine umfassende Initiative, die in Publikationen, weiteren Veranstaltungen und Kooperationen fortgeführt wird. Mit dem geplanten „Atlas der Reparatur” sollen die gewonnenen Erkenntnisse gebündelt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Danach wurde der Abend mit anregenden Gesprächen bei einem Flying Buffet und Getränken fortgesetzt. In gewohnt entspannter Atmosphäre wurden alte Bekanntschaften gepflegt, neue Kontakte geknüpft und Ideen für künftige Projekte diskutiert. Darüber hinaus fand ein intensiver Austausch über die gesellschaftliche Rolle von Gestaltung, Verantwortung und Reparatur statt. Der Neujahrsempfang erwies sich somit erneut als gelungener Auftakt in ein Jahr, das mit starken Themen, Kooperationen und gemeinschaftlichem Engagement vielversprechend fortgeführt wird.
Wir bedanken uns herzlich bei allen, die diesen besonderen Abend ermöglicht haben, bei Matthias Faul für die musikalische Begleitung und natürlich bei allen Gästen für ihr Interesse an der Arbeit des Werkbund Bayern. Ein besonderer Dank gilt außerdem auch Prof. Kilian Stauss und seinem Team von stauss.processform für die gelungene Gestaltung der Einladungskarte sowie den diesjährigen Sponsoren Lindner Group und Schnitzer& für die Unterstützung des Abends.
Fotos: Astrid Ackermann
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