Die Wawelburg mit Blick auf die Weichsel in Krakau, fotografiert von Thomas Wündrich

Zwischen Historie und Aufbruch in die Zukunft

Krakau-Exkursion Mai 2026

Unter fachkundiger Leitung von Architekt Marek Kiszczuk besuchte eine achtköpfige Werkbund-Gruppe aus Köln fünf Tage die südpolnische Metropole. Die interdisziplinäre Gruppe orientierte sich dabei an der Methode des Urspaziergangs, der Promenadologie von Lucius Burckhardt.

Die ehemalige Hauptstadt Polens ist mit 20 Hochschulen, darunter die zweitälteste Universität Europas, ein akademisches Zentrum mit heute ca. 800.000 Einwohnern. Einzigartig ist die Mischung aus mittelalterlicher Altstadt, königlichem Wawelhügel, jüdischer Kultur und regem studentischem Leben.
 Krakau fasziniert durch das Zusammenspiel historischer Plätze, qualitätsvoller Grünanlagen und herausragender Architektur, historischer wie moderner Art. Von besonderer städtebaulicher Qualität ist die rasterförmige Altstadt mit dem größten mittelalterlichen Markplatz Europas, dem Rynek Główny.

Krakau befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Starker Tourismus, neue Wohnquartiere auf ehemaligen Industrieflächen und große Infrastrukturprojekte verändern die Stadt nachhaltig. Im Austausch mit Vertretern der Architektenvereinigung SARP wurde deutlich, wie intensiv über die zukünftige Entwicklung zwischen Denkmalschutz, Lebensqualität und Wachstum diskutiert wird. Mit der Zukunft Krakaus befasst sich seit 1985 die internationale Architektur-Biennale MBA. Die nächste findet im Jahre 2027 statt.

Das Forum Hotel Krakau, fotografiert von Thomas Wündrich

 

Alle Fotos von Thomas Wündrich dwb:
– Innenhof in Krakau (Beitragsbild)
– Die Wawelburg an der Weichsel (oben)
– Das Forum Hotel (unten)

Verfasser
Deutscher Werkbund nordrhein-westfalen e.V.

Rubrik
Berichte